Seminarangebot

Die Anwendung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) erfordert einige Kenntnisse des Gesetzes. Wir erklären Ihnen die Inhalte und die Anwendung anhand vieler Beispiele und ausgesuchter Rechtsprechungen.

Die Netzwerkstelle AGG führt Schulungen, Seminare und Workshops zur Anwendung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes durch. Die Schulungen, Seminare und Workshops können mit unterschiedlichen Schwerpunkten und unterschiedlicher Dauer als Inhouse-Seminare gebucht werden. Das heißt, wir kommen in Ihr Unternehmen/ Ihre Verwaltung/ Institution, Sie stellen den Seminarraum zur Verfügung.

Die Seminare und Schulungen dauern in der Regel zwischen wenigen Stunden und 2 Tagen und werden nach Bedarf auf die jeweiligen Fragestellungen zugeschnitten.

KOSTEN: Da wir aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert werden, sind die Schulungen, Seminare und Workshops im Rahmen des Projektauftrags kostenfrei.


Welche Vorteile ergeben sich aus dem AGG für Arbeitgeber?

  • Schutz der Beschäftigten vor Benachteiligung (auch durch Dritte)
  • klare Benennung von Zuständigkeiten und Verfahren
  • Sichtbarmachung bestehender Konflikte
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen und des Arbeitsklimas
  • Imagegewinn durch klare Positionierung zu Diversität
  • Vermeidung von Schadensersatzforderungen

Arbeitgeber sind gemäß § 12 AGG zu vorbeugenden Maßnahmen zum Schutz vor Benachteiligungen verpflichtet. Diese Pflicht kann durch eine Schulung des Personals erfüllt werden. Zudem werden Haftungsfragen anders bewertet, wenn Arbeitgeber ihre Beschäftigten zum AGG geschult haben.
Um Strukturen zur Verhinderung von Benachteiligung in Unternehmen und Verwaltungen aufzubauen oder um Auffrischungsschulungen zum AGG durchzuführen, bieten wir Einführungsschulungen zum AGG an, in denen das AGG umrissen, die Schutzfunktionen dargestellt und die Organisationspflichten erläutert werden.
Das fehlende Wissen um das AGG und dessen Anwendung bedarf entsprechender Schulungen von leitenden Personen in Unternehmen, Verwaltungen und Institutionen, da diese für die Einhaltung der Organisations-, Schutz- und Sanktionierungspflichten des AGG verantwortlich sind. Führungskräften und Personalverantwortlichen kommt bei der Anwendung des AGG eine zentrale Bedeutung zu, da sie die Arbeitsbedingungen bestimmen und neben der Pflicht auch die Möglichkeiten haben, für ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld zu sorgen.
Gemäß § 12 AGG sind Arbeitgebende verpflichtet, „vorbeugende Maßnahmen zum Schutz vor Benachteiligung“ zu treffen. Diese sollen „in geeigneter Art und Weise, insbesondere im Rahmen der beruflichen Aus- und Fortbildung“ stattfinden. Wir bieten Mitarbeitendenschulungen zum AGG an, die in Inhalt und Umfang auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten werden und als Erfüllung der oben genannten Arbeitgeberpflichtgelten.
Das Bewerbungsverfahren ist besonders anfällig für Benachteiligungen. Von der Stellenausschreibung über Vorstellungsgespräche bis hin zur Absage von Bewerber*innen ist das Potenzial für Verstöße gegen das AGG recht hoch und somit auch die Gefahr von Schadenersatzforderungen.
Personal- und Betriebsräte werden bei AGG-Beschwerdeverfahren oft mitbeteiligt. Zuweilen sind sie auch die einzigen Gremien, die mit Benachteiligungsverfahren befasst werden. Wir schulen die Mitglieder von Betriebs- und Personalräten zum AGG, zum Beschwerdeverfahren und zum Verhältnis des AGG zu anderen betriebsverfassungsrechtlichen Regelungen und helfen bei der Erarbeitung von Betriebsvereinbarungen zur Vermeidung von Benachteiligung, Belästigung und sexueller Belästigung sowie Mobbing.
Mit der Aufgabe der betriebsinternen Beschwerdestelle werden oft Mitarbeitende betraut, die diese Aufgabe ehrenamtlich oder zusätzlich ausführen. Die gesetzeskonforme Behandlung einer Beschwerde setzt Kenntnisse voraus, die wir in der Schulung vermitteln.
Zur Benachteiligungsform Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz bieten wir gesonderte Schulungen, Seminare oder Workshops an, die dieses Tabuthema näher beleuchten. Dabei werden gesetzliche Definitionen gemäß AGG, Handlungsoptionen und Präventionsmaßnahmen behandelt und das Wesen solcher Handlungen genauer betrachtet.
Vorurteile und Stereotype beeinflussen die Einstellungen und das Verhalten von allen Menschen. Sie können zu Benachteiligungen führen oder auch dazu, dass bestehende Nachteile von Mitarbeitenden nicht erkannt oder bagatellisiert werden. In den Seminaren und Workshops geht es um das Benennen und Bewusstmachen der unterschiedlichen Arten von Vorurteilen und Stereotypen.